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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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138Das XXX CapitelWort / in welchem wir alles erkennenund sehen / wodurch wir lernen unsere Vielfaltigkeiten / Geschäfften / und alles waräusserlich geschicht vereinfaltigen und einmachen / dasselbe anschauende über unddurch alle unsere Wercke / (n) wie groß undGöttlich sie auch scheinen mögten; in demselben [Wort] finden wir allein Ruhe undFestigkeit und werden durch beyderseitigAnschauen ein einiges ungetheiltesschauen.Da ist Auge gegen Auge / Angesichtsgen Angesicht: Es ist das AngesichtBräutigams da / und unser Angesich-auch da; doch ist die Ungleichheit nichtring / wovon wir aber gegenwärtig nichtſagen.3. Unser geschaffenes Leben beschauetund besuchet da ohne Unterlaß unser (ungeschaffenes Leben / welches von Ewig-keit in GOtt ist / und eins mit ihm.Das(n) d. 1. Wie groß auch die Wercke sind /bleiben wir mit unserm Anschauen nicht daͤberstehen / sondern durch und über dieselbe schauenwir das Wort / GOTT / an.() Unser Leben ist Christus. In Ihm war dasLeben. Joh. 1:4.