107der Hertzens=Gesprächen.2. Alle Menschen ehre ich von Hertzen /als Thronen der Herrlichkeit der heiligenDrey-Einheit / und ich schätze einen jeglichen also / als der unendlich höher seynwird als ich in künfftiger Seeligkeit: wie-wol ich auch nicht einmal werth bin der ge-ringste zu seyn / noch so etwas mir anzu-massen.So ehre ich alle / aber ich fürchte keinenauff eine böse Weise / so daß ich nemlichinwendig solte beklemmet und bange wer-den vor jemand / weil er etwa starck und hartst / und ich dieses oder jenes von ihm solteleyden müssen.3. Dann was liegt dran gelegen / wannich unterdrücket / gequälet / verachtet undverschmähet werde ohne meine Schuld?Wann ich der geringste und ungeachtesteim Hause bin / vor welchen niemand sorget /verworffen als ein verderbtes Gefäß undScherbe / alle die Tage meiner Fremdlingschafft / und was auch nur die Sinnlichkeit verabſcheuen mag?Solten dan̄ solche und dergleichen Din-ge mich wol berühren können / da ich in derHöheE
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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