der Hertzens=Gespräche.Und ich wil keines Wegs dergleichenverborgene Regungen vorbey gehen oderverhehlen / als wann ich auß mir selbst imgeringsten etwas wäre; sondern ich wiltrachten mich so viel mehr unterzudrückenund zu demühtigen.Und nicht ansehende / wie mein [innererStand und] Wesen in GOtt ist / sonderneinsehende die Warheit meiner Nichtig-keit in mir selbst / so wil ich solche Regun-gen kräftiglich herunter stürtzen / damit sieerkennen / daß sie nicht Warheit und Ge-rechtigkeit / sondern Eitelkeit und Lugensind / ja der Teuffel selbst.3. Dann so offt eine Seele / die demHErrn getreu ist / etwa Bewegungen füh-let der eigenen Einbildung / oder der Men-schen=Gefälligkeit / einer inwendigen nichtlautern Freude und Erhebung über GOt-tes Gaben / der Furcht andern zu mißfal-len / oder einiger andern frembden Be-gierde: so wird alsbald ihr lauteres [in-wendiges] Anschauen / wenigstensvon einer Seiten / gehemmet und ver-dunckelt.Und wann sie genau wird zusehen / wird
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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