Das V Capitel„seines Fleisches / zu unserm Heyl / uns zu„erweisen gewürdiget hat.Das V Capitel.Daß man die Tugend außůben můſſeallein mit Absehen auf die Warheit,und auf GOtt: und daß man die Be-schwerlichkeiten des Naͤchsten inMitleyden tragen müsse.Ich muß die Demuth / die Abgeschieden-heit / die Bewahrung meiner Sinnen /die Eingezogenheit und die Einfalt keineWegs nur so äusserlich zeigen / nemlichetwa deßwegen / weil man vielleicht aufmich acht hat / oder auß Furcht vor andern;welches [Betragen] voller Bedrängnüßist [vor den Geist.]Dann wann ich also zu Werck gehe /wird in künftiger Zeit dasjenige in mir ab-nehmen / warum ich so / oder so mich aufsführet habe / und werde wanckende und garunbeständig seyn / und entweder zur Leichtfertigkeit oder zur Traurigkeit abweichen /nachdem die äussere Zufälle [und Umstän-de] seyn werden.Sondern ich muß aufrichtig auß demAn-
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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