Vor=Rede des übersetzers.äussere Vorwürffe dieser Welt könnendeinen äussern Menschen kaum vergnü-gen / diese kurtze Zeit deines mühseligenLebens; Inwendig aber hast du einenHunger / der nicht gefüllet / ein Auge /das nicht gesättiget / ein Gemuͤt, (a) dasnicht befriediget wird / als durch einen all-gnugsamen und unendlich Liebens-würdi-gen Vorwurff / welcher GOtt allein ist.3. Hast du nun / O Seele! ein aufrich-tiges Verlangen in dir / diesen deinenGOtt und sein Angesicht wieder zu suchetund zu finden? So siehe zu / daß du esnicht auff eine unrechte Weise anfängest:GOtt ist ein Geist / und deinem Geistenahe / derhalben darffst du nicht weitherum zu gaffen noch zu lauffen / oder durchviele und mancherley leibliche uͤbungen dichzu zerstreuen; viel weniger mit vielemüberlegen / Forschen und Nachsinnen dei-ner Vernunft dir den Kopf zu brechen:diß wäre viel mehr ein Weg / umb dichimmer weiter von GOtt zu entfernen / unddich(a) Die Facultät der Freude und Ruhe / sonstgenannt das Gewissen / das erinnerende Wol-gefallen, u. s. w.
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
Entstehung
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten