von der Nachfolge Christi. 20Zwarn weiß ich wol und bekenne es gern /daß ich auch für das geringste Pünct-lein dir nicht geziemenden Danck und Lobabstatten könne.Ich bin zu gering aller deiner Guttha-ten / die du mir erwiesen hast; und wannich deinen Adel betrachte / so muß meinGeist für solcher Hoheit in Ohnmachtfincken.2. Alles was wir haben nach Seele undLeib / und was wir besitzen außwendig oderinwendig / natürlich oder übernatürlich.solches alles sind deine Wolthaten / diedich als einen gutthätigen / frommen undguten GOtt uns anpreisen / von welchemwir alles Gute empfangen haben.Dann obschon der eine mehrere Güter /der andere mindere hat empfangen / so sindsie doch alle dein: und ohne dich kan manauch nicht das gerlugste haben.Derjenige / welcher grössere Güter em-pfangen hat / kan sich seines Verdienstesnicht beruhmen, noch uber andere sich er-heben / noch dem / der geringer ist / sichwiderſetzen.Dann derjenige ist der gröste und derbeste /
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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207
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