160 Des III Buchs 8 CapitelDergestalt daß du alsdann in der Be-fleissigung des Gebäts nicht träge werdest-noch deine übrige Wercke / die du sonst zuthun gewohnt bist / gäntzlich unterlässestsondern wie du es am besten kanst und ver-stehest / gerne was in dir ist / thust: nochwegen der Dürre und Beklemmung desGemüts / die du fühlest / dich gäntzlichversäumest.2. Dann es sind viele / welche wann esihnen nicht wol von statten gehet / alsbaldungedultig werden / und alles dran geben.Es ist aber nicht allezeit des MenschenWeg in seiner Gewalt / sondern es liegetan GOtt / zu geben und zu trösten / wan-nehe er wil / wie viel er wil / und welcherer wil / so wie es ihm gefället / und nichweiter.Etliche Unvorsichtige haben sich selbstwegen der Gnade der Andacht verdorbenweil sie mehr haben thun wollen / als in ih-rem Vermögen war / nicht erwegende datMaaß ihrer Geringheit / sondern mehr fol-gende dem hefftigen Trieb ihres Gemuts /als dem Urtheil der gesunden Vernunfft.Und weil sie ihnen grössere Dinge ver-messen
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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