von der Nachfolge Christi.147gering halten; dann ꝺu bist viel ſchwächer /als du begreiffen kanſt.3. Derohalben sol dir auß alle dem / dasdu thust / nichts groß düncken; nichts soldir groß / nichts köstlich / nichts wunderbar /nichts ansehnlich / nichts hoch / nichts war-hafftig lobens= oder begehrens=würdigscheinen / als nur was ewig ist.Laß dir die ewige Warheit über alleDinge gefallen / und deine grosse Gering-heit allezeit mißfallen.Fürchte / schilt und fliehe nichts so sehr /als deine Sunden und Laster / die sollen dirmehr zuwider seyn / denn aller Schaden / sodir am Leibe oder am Gute mag zugefügetwerden.Etliche wandeln nicht auffrichtig vorMir / sondern auß Fürwitz und Hochmuthgetrieben / wollen sie meine Geheimnüssewissen / und die Tieffen der Gottheit ver-stehen / und versäumen indessen sich selbstund ihr eigen Heyl.Diese fallen offt in schwere Versuchun-gen und Sünden / üm ihrer Hoffart undFürwitz willen / indem Ich ihnen zu-wider bin.G 2
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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147
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