128 Des II Buchs 12 Capiteldeinem Leibe / oder du hast Leyden des Gei-ſtes in deiner Seelen.4. Bißweilen wirst du von GOtt ver-lassen / bißweilen von deinem Nächsten ge-plaget werden / und was noch mehr ist / off-wirst du dir selbst beschwerlich seyn / unddich doch durch keinerley Hülff=Mitteloder Trost helffen oder erleichtern können.Sondern so lange GOtt wil / must dues leyden / dann GOTT wil / daß du dieTrübsal ohne Trost ertragen lernest / unddaß du dich Ihme gantz und gar unter-werffest / und durch die Trübsal desto de-mütiger werdest.„Niemand kan das Leyden Christi f„hertzlich empfinden / als der / dem deß-„gleichen zu leyden wiederfähret.Darum ist das Creutz allezeit da / undwartet ꝺeiner uͤberall. Du magſt ihme nichtentfliehen / du lauffest wohin du wilt; dannwo du hinkömmst / trägest du dich selber mitdir / und wirst dich selbst allezeit finden.Wende dich über dich / und wende dichunter dich / kehre dich außwärts / und kehrtdich inwärts / so wirst du dein Creutz inallen Dingen finden.Und
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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