125von der Nachfolge Christi.gäntzlich außgehe / und nichts von eigenerLiebe behalte. Und daß wenn er alle Dingegethan hat / die er erkennet daß er thun müs-fe / dennoch glaube er habe nichts gethan.5. Er schätze das nicht groß / was groß kangeachtet werden: sondern nenne sich in derWarheit einen unnützen Knecht / wie dieWarheit selber spricht: Wann ihr alles ge-than habt / was euch befohlen ist / so sprechet:Wir sind unnütze Knechte. Alsdann kaner warlich arm und nackt im Geiste seyn /und mit dem Propheten sprechen: Ich bineinsam und arm.„Jedoch ist niemand reicher / niemand„mächtiger / niemand freyer / dann dieser /„der sich selbst und alles verlassen / und sich„auffs niedrigste setzen kan.Das XII Capitel.Von dem Königlichen Wege desheiligen Creutzes.Vielen Menschen scheinet diese Rede hartseyn: Verläugne dich selbst /nimm dein Creutz auff dich / und fol-ge Mir nach.Aber8
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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