119von der Nachfolge Christi.zum Trost: und das Creutz zu tragen / dannFreude zu haben.Welcher weltlich=gesinnete Mensch em-pfingenicht gern Trost und geistliche Freu-de / wann er sie allezeit erhalten könte? Die-weil die geistliche Freudigkeiten alle Ergetzlichkeiten der Welt / und alle Wollust desFleisches weit übertrifft.Dann alle weltliche Ergetzlichkeiten sindentweder eitel oder schädlich; aber die geist-liche Ergetzlichkeiten sind allein erfreulichund ehrlich / und auß den Tugenden geboh-ren / und von GOtt den reinen Hertzeneingegossen.Jedoch kan niemand diesen GöttlichenTrost nach seinem Begehren jederzeit geniessen / dann die Zeit der Anfechtung blei-bet nicht lange aussen.2. Aber falsche Freyheit des Gemütsund groß Vertrauen auff sich selbst / ist derBesuchung von oben sehr zuwider.GOtt thut wol / daß Er die Gnade desTrostes gibt; aber der Mensch thut übel /daß er nicht alles GOtt mit Danckſagungwiedergibt.Darum mögen die Gaben der Gnadennicht
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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