von der Nachfolge Christi.Menschen zu thun schuldig sind / was aberseine Schuldigkeit erfordert / das versäu-met er.Derohalben eifere erstlich wider dichselbst / und dann magst du auff eine rechteWeise für deinen Nächsten eifern.2. Dein Thun kanst du wol entschüldi-gen / und einen schönen Schein geben /aber anderer Entschüldigung wilt du nichtannehmen. Es ware billiger / daß du dei-nen Bruder entschüldigtest / dich selberaber beschüldigtest.Wilt du / daß man dich trage / so tra-ge auch einen andern.Siehe / wie fern du noch seyest von wah-rer Liebe und Demut / welche gegen nie-mand zürnen kan / dann nur wider sich selbst.Bey frommen und sanfftmütigen Men-schen leben / das ist nichts grosses / danndas gefällt jedermann natürlicher Weise /so hat auch ein jeglicher gern Friede / undliebet am meisten die / so es mit ihm halten.Aber bey harten / verkehrten / ungezogenenund uns widerwärtigen Menschen fried-lich leben können / das ist eine grosse Gnade /sehr löblich / und ein männlich Werck.3. Es
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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