Des 1 Buchs 20 Capitelrung es wol bewahrest / und frey darinnenbleibest / so wird dirs darnach eine liebeFreundinne und ein angenehmer Trostseyn.6. Eine andächtige Seele nimmt zu imSchweigen / und in der Ruhe / daselbstlernet sie die Verborgenheiten der Schrift-daselbst findet sie Thränen=Quellen / mitdenen sie sich alle Nächte wäschet und rei-niget / auff daß sie ihrem Schöpffer so vielgemeinsamer werde / je weiter sie von allemGetümmel der Welt entfernet lebet.Darum wer sich von Freunden und-Bekannten [dieser Welt] abzeucht / zu-dem nahet sich GOTT mit seinen H.,Engeln.Es ist besser verborgen seyn / und vor-seine Seele sorgen / dann Wunder thun-und sich selbst versäumen.-Es ist einem gottseligen Menschen löb-lich / selten außgehen / meyden gesehen zuwerden / und auch andere nicht [viel] sehenwollen.7. Dann warum wilt du das sehen / dasdu doch nicht haben darffst? Die Welt ver-gehet mit ihrer Luſt.Die
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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56
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