von der Nachfolge Christi.Dann GOtt erweget vielmehr / außwie grosser Liebe ein Werck gethan werde,als wie groß das Werck selber sey.Der thut viel / der viel liebet / der thutauch viel / der eine Sache wohl thut. Derthut wol / welcher der Gemeine mehr die-net dann seinem eigenen Willen.Es scheinet offt etwas / als sey es Liebe,da es doch Fleischlichkeit ist / weil die na-türliche Zuneigung / der eigene Wille / dieHoffnung der Wieder=Vergeltung / dieBegierde zur eigenen Gemächlichkeit / sel-ten davon weg bleiben wollen.2. Wer wahre und vollkommene Liebehat / der suchet in, keinem Dinge sich selbst,sondern begehret / daß alle Dinge bloß undallein zu GOttes Ehre geschehen. Er istauch keinem mißgünstig / dann er verlau-get keine eigene Freude / wil sich auch nichterfreuen in sich selbst / sondern wünschet inGOtt [dem höchsten Gut] über alle an-dere Güter selig gemacht zu werden; Erschreibet auch niemand etwas Gutes zu-sondern er gibt es gäntzlich GOTT alleinwieder / von welchem alles Gute ursprüng-lich herkommt / in welchem auch alleHes-B 7
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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37
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