von der Nachfolge Christi.Die Veränderung und Einbildung an-derer örter hat ihrer viel betrogen.2. Es ist wahr / ein jeglicher lebet gernnach seinem eigenen Sinne / und hält sichallermeist zu denen / die gleiches Sinnesmit ihm seyn.Wo aber GOtt unter uns ist / so istnoth / daß wir bißweilen unsern Sinn undGutdüncken fahren lassen um Friedenswillen; dann wer ist so klug / der alle Din-ge vollkommen [verstehet und] wissen kan?Darum vertraue nicht zu viel deinemZinn / sondern höre auch gerne andererLeute Meynung.Ist deine Meynung gut / und du stehestdavon ab / und folgest einem andern / umGOttes willen / so wirst du viel mehr da-durch gefördert werden.3. Dann ich habe offt gehöret / es seybesser / Rath hören und annehmen / dannRath geben.Es kan auch wol seyn / daß eines jedwe-den Meynung gut sey; Aber andern nichtnachgeben wollen / wo es die Billigkeitoder die Sache erfordert / ist ein ZeichenHoffart oder der Halsstarrigkeit.Das
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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