Des 1 Buchs 7 CapitelÜberhebe dich nicht der Stärcke undSchönheit deines Leibes; welcher durcheine kleine Kranckheit bald verderbet undungestalt werden kan.Befalle dir selbst nicht wegen deiner Ge-schicklichkeit / oder deines Verstandes / auffdaß du GOtt nicht mißfallest / dessen allesist / was du von Natur Gutes hast.2. Achte dich nicht besser dann anderedamit du nicht bey GOtt für den ärgstengehalten werdest / der wol weiß / was imMenſchen iſt.Überhebe dich nicht deiner guten Weltcke / dann GOttes Urtheil ist viel andersdann der Menschen / welchem offt mißfäl-let / was den Menschen wolgefället.Hast du etwas Gutes an dir / so glaube-daß andere noch was bessers haben / aufdaß du die Demut bewahren mögeſt.Es schadet dir nicht / daß du allen Men-schen dich unterwirffest; es schadet dir abersehr / wann du auch nur einem einigenMenschen dich vorzeuchst.Ein Demütiger hat beständigen Frieden /aber im Hertzen des Hoffärtigen ist immer-währender Eiffer und Unwille.Da⸗
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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18
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