Des I Buchs 1 Capitelwarhafftig wollen erleuchtet / und von al-ler Blindheit des Hertzens erlöset werden.Derowegen sol diß unsere höchste Sor-ge und Bemühung seyn / das Leben JEsuChriſti zu betrachten.2. Die Lehre Christi übertrifft allerHeiligen Lehre / und wer den Geist GOt-tes hat / der findet darinnen das verborge-ne Manna.Aber es geschiehet offt / daß ihrer vielewenig Verlangen nach demselben / außdem öfftern Gehör des heiligen Evangeliempfinden / weil sie den Geist Christi nichthabenWer aber auf eine völlige und schmackhaffte Weise die Worte Christi verstehenwil / der muß sein gantzes Leben Christogleichförmig zu machen sich befleissigen.Was nützet dirs / viel hohe Dinge vonder heiligen Drey-Einigkeit disputiren,wann dir die Demut mangelt? Weßwegendu dann der H. Drey=Einigkeit mißfallest.Grosse Worte / hohe Reden machen für-wahr keinen gerechten und heiligen Mannsondern ein tugendhafftes Leben machetGOtt lieb und wolgefällig.Ich
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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