Vor=Rede des übersetzers.etwa ein münd= oder schrifftliches Zeugnuͤß was harte antastet / sie dann flugs mitdieser greulichen Beschuldigung sich wäh-ret: Er hält nichts vom Verdienst Chri-sti / er ist nicht lauter in der Lehre der Recht-fertigung / er ist nicht Evangelisch / u. s. w.womit sie einfältige / hungerige Gemüterabzuschrecken gedencket / damit ihr Wahn-Glaube nicht verrathen / und ihre falscheRuhe gestöret werde. Nun wäre es gewißein wichtiger Jrrthum / wann derselbe sichwürcklich in einem Buch oder Menschenbefände, allein die alte und tägliche Er-fahrung beweiset / daß es mehrentheils nurein blinder Lärmen gewesen / wann dieSache genau und ohne Vor=Urtheil un-tersuchet worden. Und gesetzt / daß auch indiesem oder einem andern Buche nicht einWörtlein von Christi Leyden und Ver-dienst zu unserer Versöhnung anzutreffenwäre / so hätte man doch deßwegen nochnicht den geringsten Grund solche Schrif-ten zu verwerffen / eben so wenig als denBrieff Jacobi oder ein anderes Buch derH. Schrifft / worinnen solche Warheitauch nicht außdrücklich berühret wird; dazu-
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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