Vor=Rede des übersetzers.Was andern ein vergängliches Dingund dürfftige Creatur ist, alles das wil dirder unveränderlich=allgnugsame GOtt indeinem Hertzen werden.Um seiner Liebe willen verläugne in allemdeinen eigenen Willen / deine Selbst=Liebeund Gefälligkeit; kurtz / verläugne dichselbst / wo du dich selbst findest.Und ach! wie viel wirst du nicht vondiesem selbst finden / wann du also in Ab-geschiedenheit / nahe bey dir selbst / und nahebey GOtt zu bleiben dich angewöhnest!Mache nicht zu viel Wercks von deinemLeib: er ist nichtig / eine Speise der Wür-men: er ist verdorben / voller bösen Re-gungen und Begierden / der den Geist offtsehr verdunckelt und beschweret.Du must deinen Cörper so ansehen / unddich gegen ihn so fremde halten / als einHerr thut gegen seinen Knecht.Regiere deinen Leib mit Verstand / undgib ihm / unterm Vorwand der Noth-wendigkeit / nicht mehr als sichs gebühret.Wer in der Verpflegung seines Leibsso zärtlich ist / und so mancherley zu seinerBe-
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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