Ver=Rede des übersetzers.lust gelernet haben / um nichts zu wissenals Christum den Gecreutzigten.9. Doch damit wir ein wenig näherkommen: wie sind nicht auch mehrentheilsgeruffene Seelen selbst GOtt und ihremeigenen Hertzen so fremd und ferne? Wieschlecht halten wir Wacht über unserHertz? Wie wenig bleiben wir daheime /um mit GOtt und mit uns selbst zu con-versiren / und mit Darlassung alles an-dern / davon unser einiges und stetigesHaupt=Werck zu machen? O Schade!daß wir uns durch des Feindes List so viel-faltig und leicht lassen von diesem unsermHaupt=Werck auf andere Umstände undNeben=Dinge / von GOtt und von unserm Inwendigen / ins äussere und auffandere locken und zerstreuen.10. Wie lassen wir offt Sinnen undGedancken herum schweiffen auf unnötige /ich wil nicht sagen / eitele und böse Dinge?Wie vertieffen und verwickeln wir offtunsern Sinn in die äussere Dinge diesesLebens? Wie vorwitzig sind wir / zu hö-ten und zu reden von dem / was hier undda geschicht / was dieser oder jener thutund
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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