Vor=Rede des übersetzers.nennet man eine Zeit-Kürtzung; dannweil die arme Creaturen das grosse undallein=wichtige Werck und Geschäfftenicht kennen / worzu uns dieses kurtze Lebengegeben ist / so ist ihnen auch verborgen /wie uns alle Augenblicke desselben darzu sohöchst vonnöthen sind: Es heist / man wilsich was divertiren / da doch / leider! dasGemüt schon so jämmerlich divertiret undabgewandt stehet / daß viel eher hochnöthigwär / sich stille hinzusetzen / um einmal alleseine Andacht und Application von allemäussern zu sammlen / und auf die Betrach-tung seiner selbst zu wenden.5. Daher geschiehet es dann auch / daßob gleich die Gnade GOttes sich inwendigmit ihren Züchtigungen auch anmeldenmag / so lässt doch die beständige Confu-sion und Zerstreuung des Gemüts insäussere es nie recht nüchtern werden undzu sich selbst kommen / um einmal mit Be-dachtsamkeit und ernstlicher Aufrichtigkeitseiner Seelen Zustand vor GOttes An-gesicht zu prüfen / und sich um dasjenigebekümmern / was allein in Noth und Todhelffen kan. Ach! wie mag solchen armenGei-
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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