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Achtung, Europa! : Aufsätze zur Zeit
Entstehung
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Es ist nicht mehr als loyal, vorauszuschicken, daßder Verfasser dieser Zeilen im Beginn des siebentenJahrzehnts seines Lebens steht. Altersverstimmunggegen die Zeit mag eine in dem Grade gesetzmäßigeErscheinung sein, daß sechzig und mehr Jahre dieMeinungen eines Mannes überDas Neue, den Zu-stand der Welt, in den hineinzuleben ihm bestimmtwar, einigermaßen entwerten. Dennoch werde ichnicht auf viel Widerspruch stoßen bei der Behaup-tung, daß man nicht unbedingt sechzig sein muß, umdie gegenwärtige Verfassung Europas grauenhaft zufinden. Man hat Jüngere dabei auf seiner Seite, viel-leicht jeden, der überhaupt imstande ist, sich vonZeit und Mitwelt kritisch zu distanzieren, statt dummund fröhlich mit zu sein, was die anderen sind. Wemdiese vom Standpunkt des Eudämonismus allerdingszweifelhafte Gabe zuteil wurde, der ist nicht nurberechtigt, sondern verpflichtet, von ihr Gebrauchzu machen, solange er lebt: das Leben selbst, das keinZufall ist, haftet für jene Kompetenz, die erst derTod uns entzieht. Es ist merkwürdig genug, wiewenig man sich das Urteil eines Abgeschiedenen

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