hätte gelingen können, wollen wir beiseite las-sen. Korruption ist ein bodenloser Sumpf: esist ihr schlechterdings alles zuzutrauen. Aberhat je ein Mensch von der Art dieses Heydrichanders geendet? Ist nicht ein Tod, wie er ihnfand, das selbstverständlichste Ding von derWelt, ein einfaches Berufsrisiko und einetrockene Wahrscheinlichkeit, deren Erfüllungkein mit menschlicher Logik begabtes Wesenüberraschen, geschweige denn ausser sich brin-gen kann? Wohin dieser Mordknecht kam,floss das Blut in Strömen. Überall, auch inDeutschland, hiess er schlecht und recht “derHenker.” Sein Name war eine Unterschriftunter Todesurteile, nichts weiter. Vierund-dreissig davon fertigte er noch rasch aus, bevorer von Prag nach Paris ging, zu einem kurzenaber effektvollen Besuch, der 15 3 Geiselmordein einer Woche zeitigte. Das war, noch ehe erals Protektor den Hradschin bezog, und da hater das Tschechenvolk protegiert, dass es demdeutschen Namen nicht vergessen sein wirdfür hundert Jahr. Nun also, er ist ermordetworden. Und wie nehmen die Nazis das auf?Sie fallen in Krämpfe. Sie stellen sich buchstäb-136
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