strecken, so ist ihr Widerstand keine Kampf-handlung mehr, sondern Meuterei, durch diesie sich ausserhalb des Rechtsschutzes fürKriegsgefangene stellen.—Wohin ist es mit derdeutschen Soldatenehre gekommen? Ehemalsgalt ein Gegner, der sich tapfer bis zum Aus-sersten verteidigte, dem soldatischen Sinn fürachtenswert. Heute erklärt man ihn für nichts-würdig. Mit welchem Recht? Das versteht nie-mand, der sich nicht auf die von Anfang an,schon vor der “Machtergreifung” geübte wahn-sinnige Logik des National-Sozialismus ver-steht. Im Grunde ist er einfach der Auffassung,dass man gegen ihn überhaupt nicht kämpfendarf. Krieg zu führen gegen ihn, wenn er ir-gendwo einmarschiert, ist an sich verbreche-risch: die Völker haben sich ihm kampflos undfreiwillig zu unterwerfen, statt ihn durchruchlosen Widerstand zum Verteidigungskriegzu zwingen.—Es ist ein nie dagewesenes, haar-sträubendes Phaenomen. Das Verbrechen selbstetabliert sich auf Erden als das Unantastbare,als die von Gott und der Geschichte geheiligteMacht, gegen die die Hand zu erheben eintodeswürdiger Frevel ist. Der Menschengeist
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