schmutzigsten Stücken, die je gespielt worden sind.Den Völkern, über deren Köpfe hinweg dies von einerheute politisch ausschlaggebenden internationalen In-teressentenclique eingefädelt und durchgeführt wurde,und deren Herzen von Dankbarkeit überfließen, daß„der Krieg vermieden wurde“, sind noch heute nichtdie Augen dafür aufgegangen, wie sie betrogen wurden.Der Mißbrauch - was sage ich, der Schindluder, der mitihren Nerven, ihrer gerechten und überall gleich starkenAngst vor dem Kriege getrieben worden, - einem Kriege,der nie gemeint war, der trotz Verdunkelung, Gas-masken und Laufgräben, nie ernstlich gedroht hat, -ist wahrhaft ungeheuer. Und wenn ich „die Völker“sage, so beziehe ich uns alle mit ein: wir alle sind hintersLicht geführt, vexiert, mit unseren Gefühlen, hin- undhergezerrt zwischen Hoffnung und Verzagen, ist ge-spielt worden, daß es eine Schande ist.
Es ist unsere Schuld - möge sie uns auch zur Ehregereichen -, daß wir nicht „Politiker“ genug waren, denBetrug zu durchschauen. Wir hatten trotz allem Vor-angegangenen - vor allem trotz der doch unverkenn-bar schändlichen und abermals von England geleitetenspanischen Nicht-Interventionskomödie, die der Be-güngstigung Franco’s diente, - an ein solches Maß vonBüberei und korrupter Schiebung nicht geglaubt. Daswar unerlaubte Gutmütigkeit, denn unmöglich konntees etwas anderes sein, als Heuchelei, daß man sich dieMiene gab, das weinerliche Geschrei von den „sudeten-deutschen Brüdern“ ernst zu nehmen, da doch jeder-
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