stadt ein kulturelles Unglück war. Alles in Allem triebman innerhalb Deutschlands wie außerhalb, mit deralten Reichsidee ein verfälschendes Spiel. Oesterreichhatte niemals zu Deutschland, sondern allenfalls dieseszu Oesterreich gehört.
Die Annektion geschah in einem der Augenblicke, woder Nazi-Diktatur, ökonomisch und moralisch, das Was-ser wieder einmal bis zum Halse ging und die Hoffnungendes anderen Deutschland alle Aussicht auf Erfüllunghatten. Ein Abessinien war dem Regime bitter not-wendig - England gewährte es ihm. Kein Zweifel warmehr möglich: England wünschte und betrieb die Er-haltung und Stärkung der national-sozialistischen Herr-schaft; es bewilligte ihr eine Gebietserweiterung, die fürjeden Sehenden der erste Schritt - vielmehr schon dervierte oder fünfte - zu weiteren war. Und daß auchFrankreich nicht nur durch Abhängigkeit, durch seinAngewiesensein auf das englische Bündnis gelähmtwurde, zeigte nur wenig später das Interview des HerrnFlandin, worin er die deutsche Expansion nach Ostenfür eine Naturnotwendigkeit und die Verständigung, dieVerbrüderung Frankreichs mit dem Dritten Reich fürgeboten erklärte, - die unverantwortliche Äußerungeines reaktionären Außenseiters, man getröstete sichdessen; und doch war sie für das Spiel, das hier imGange war, viel kennzeichnender und verräterischer,als wir uns eingestehen wollten, - genau so kennzeich-nend und verräterisch schon, wie, eine Etappe weiter,der Times-Artikel, der, offiziell verleugnet, die schlichte
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