zucken übrig bleibt für das Unrealisierbar-Überimposante.Bewunderung der Grösse, Enthusiasmus für sie, ja Überwältigt-sein von ihr, ein seelischer Genuss ohne Zweifel, ist nurmöglich in fasslich-irdischen und menschlichen Verhältnissen.Die Pyramiden sind gross, der Montblanc und das Innere desPetersdomes sind gross, wenn man dies Attribut nicht über-haupt lieber der moralischen und geistigen Welt, der Erhaben-heit des Herzens und des Gedankens Vorbehalten will. DieDaten der kosmischen Schöpfung sind ein nichts als betäuben-des Bombardement unserer Intelligenz mit Zahlen, ausgestattetmit einem Kometenschweif von zwei Dutzend Nullen, die sotun, als ob sie mit Mass und Verstand noch irgend etwas zutun hätten. Es ist in diesem Unwesen nichts, was meinesglei-chen als Güte, Schönheit, Grösse ansprechen könnte, und niewerde ich die Hosianna-Stimmung verstehen, in die gewisseGemüter durch die sogenannten "Werke Gottes", sofern sieffeltphysik sind, sich versetzen lassen. Ist überhaupt eineVeranstaltung als Gottes Werk anzusprechen, zu der man eben-so gut "Wenn schon" wie "Hosianna" sagen kann? Mir scheinteher das erste, als das zweite die rechte Antwort zu seinauf zwei Dutzend Nullen hinter einer Eins oder auch hintereiner Sieben, was schon gleich nichts mehr ausmacht, undkeinerlei Grund kann ich sehen, anbetend vor der Quinquillionin den Staub zu sinken.
Kennzeichnend war ja auch, dass der hochgestimmte Dichter,Klopstock, sich zum Ausdruck und zur Erregung enthusiasti-scher Ehrfurcht auf das Irdische, den Tropfen am Eimer, be-schränkte und die Quinquillionen beiseite liess. Der Kom-ponist seiner Hymne, mein Freund Adrian, wie gesagt, ergingsich über diese; aber ich täte unrecht, den Eindruck zu er-wecken, dass er es mit irgend welcher Rührung oder Emphasegetan hätte. Seine Art, von den der unsern nächstbenachbar-ten Milchstrassen zu sprechen, die, wenn ich nicht irre,
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