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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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zu den Menschen liegt in der Natur der Dinge, - vielmehr sieliegt bereits in deiner Natur, wir auferlegen dir beileibenichts Neues, die Kleinen machen nichts Neues und Fremdes ausdir, sie verstärken und übertreiben nur sinnreich alles,was du bist. Ist etwa die Kälte bei dir nicht vorgebildet,so gut wie das väterliche Hauptwee, aus dem die Schmerzender kleinen Seejungfrau werden sollen? Kalt wollen wir dich,dass kaum die Flammen der Produktion heiss genug sein sollen,dich darin zu wärmen. In sie wirst du flüchten aus deinerLebenskälte...

Ich: - Und aus dem Brande zurück ins Eis. Es ist augen-scheinlich die Hölle im Voraus, die ihr mir schon auf Erdenbereitet.

Er: - Es ist das extravagante Dasein, das einzige, das

einem stolzen Sinn genügt. Dein Hochmut wird es wahrlichnie mit einem lauen vertauschen wollen. Schlägst du mir'sdar? Eine werkgefüllte Ewigkeit von Menschenleben lang sollstdu*s geniessen. Lief das Stundglas aus, will ich gut Machthaben, mit der feinen geschaffenen Greatur nach meiner Artund Weise und nach meinem Gefallen zu schalten und walten,zu führen und zu regieren, - mit allem, es sei Leib, Seel,Fleisch, Blut und Gut in alle Ewigkeit...

Da war er wieder, der unbändige Ekel, der mich schon ein-mal vorher gepackt, und d§r mich schüttelte, zusammen mitder gletscherhaft verstärkten Welle von Frost, die wiedervon dem knapp behosten Mannsluder auf mich eindrang. Ich ver-gass meinselbst vor wilden Degöüt,. es war wie Ohnmacht.

Und dann hört ich Schildknapps Stimme, der in der Sofaeckesass, gemächlich zu mir sagen:

- Natürlich haben Sie nichts versäumt. Giornali und zweiBillards, eine Runde Marsala, und die Biedermänner haben dasgovemo durch die Hechel gezogen.

Sass ich doch im Sommeranzug bei meiner Lampe, auf den

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