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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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die die Voraussetzung wäre für diesen heillosen Weg zum Heil?Es ist dir nicht klar, dass die bewusste Spekulation auf denHeiz, den grosse Schuld auf die Güte ausübt, dieser den Gna-denakt nun schon aufs äusserste unmöglich macht?

Ich; - Und doch kommt es erst durch dies Hon plus ultrazur höchsten Steigerung der dramatisch-theologischen Existenz,das heisst: zur verworfensten Schuld und dadurch zur letztenund unwiderstehlichsten Herausforderung an die Unendlichkeitder Güte.

Er; - Nicht schlecht. Wahrlich ingeniös. Und nun willich dir sagen, dass genau Zöpfe von deiner Art die Popula-tion der Hölle bilden. Es ist nicht so leicht, in die Höllezu kommen; wir litten längst Raummangel, wenn Hinz -und Kunzhineinkäme. Aber dein theologischer Typ, so ein abgefeimterErzvogel, der auf die Spekulation spekuliert, weil er dasSpekulieren schon von Vaters Seite im Blut hat, - das müsstemit Kräutern zugehen, wenn der nicht des Teufels wär.

Wie er das sagt, und schon etwas vorher, wandelt der Kerlsich wieder, wie Wolken tun, und weiss es nach seiner Angabegarnicht: sitzt nicht mehr auf der Armrolle des Kanapeesvor mir im Saal, sondern wieder im Eck als das Mannsluder,der käsige ludewig in der Kappe, mit roten Augen. Und sagtmit seiner langsamen, nasigen Schauspielerstimme:

- Bass wir zum Ende und zum Beschluss kommen, wird dirgenehm sein. Habe dir'viel Zeit und Weile gewidmet, dasDing mit dir durchzureden, - verhoffentlicht erkennst du'san. Bist aber auch ein attraktiver Pall, das bekenne ichfrei. Von früh an hatten wir ein Auge auf dich, auf deinengeschwinden, hoffärtigen Kopf, dein trefflich ingenium undmemoriam. Da haben sie dich die Gotteswissenschaften stu-dieren lassen, wie's dein Dünkel sich's ausgeheckt, aber duwolltest dich bald keinen Theologum mehr nennen, sondernlegtest die hl. Geschrift unter die Bank und hieltest es ganz

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