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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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Quer labyrinthisch verbunden. Das ist alles mit Waren voll-gepfropft, und die Leute, die sich da drängen, sehen dichwohl mit exotischen Augen an und reden in Zungen, von denen dunie einen Laut gehört. War recht aufregend, und du fühltestden Puls der Welt dir im eigenen Leibe schlagen.

Allgemach dunkelt es, Lichter gingen an, leerten sichauch die Gassen, und ich war müde und hungrig. Sollt mirzuguterletzt ein Gasthaus zeigen zum Essen, sag ich dem Füh-rer. Ein Gutes? fragt er und blinzelt. Ein gutes sag ich,wenns nicht zu teuer. Führt er mich vor ein Haus in einerGasse hinter der Hauptstrasse, - war ein Geländer aus Messingan den Stufen zur Thür, just so blitzend wie sein Mützenschild,und eine Laterne über der Thür, just so rot wie die Mützedes Kerls. Guten Appetit wünscht er mir, wie ich ihn ausge-zahlt, und macht sich abwegs. Ich schelle, die Thür gehtvon selber auf, -und auf dem Flur kommt mir eine geputzteMadam entgegen, mit rosinfarbenen Backen, einen Rosenkranzwachsfarbener Perlen auf ihrem Speck, und begrüsst mich fastzüchtiger berden, hocherfreut flötend und scharmutzierend,wie einen Langerwarteten, komplementiert mich danach durchPortieren in ein bschimmemd Gemach mit eingefasster Bespan-nung, einem Kristall-Lüster, Wandleuchtern vor Spiegeln, undseidnen Gautschen, darauf sitzen die Nymphen und Töchter derWüste, sechs oder sieben, wie soll ich sagen, Morphos, Glas-flügler, Esmeralden, wenig gekleidet, durchsichtig gekleidet,in Tüll, Gaze und Glitzerwerk, das Haar lang offen, kurz-lockig das Haar, gepuderte Halbkugeln, Arme mit Spangen, undsehen dich mit erwartungsvollen, vom Lüster gleissendenAugen an.

Mich sehen sie an, nicht dich. Hat mich der Kerl, derGose-Schleppfuss in eine Schlupfbude geführt! Ich stand undverbarg meine Affekten, sehe mir gegenüber ein offen Klavier,einen Freund, geh über den Teppich drauf los und schlage im