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Doktor Faustus : das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde
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am Klavier zu begleiten wusste und die Versammlung auch, auf-gefordert dazu vom Ersten Chargierten, Baworinski, einem lan-gen, Brünetten, dessen Blick meist sanft von den Lidern bedecktund dessen Mund wie zum Pfeifen zusammengezogen war, mit Solo-Vorträgen, einer Toccata von Bach, einem Satz Beethoven oderSchumann erfreute. Aber auch ungeheissen setzte ee sich man-ches Mal an das dumpf klingende Piano des Vereinszimmers,das stark an das unzulängliche Instrument erinnerte, an demWendeil Kretzschmar im Saal der "Gemeinnützigen uns seineBelehrungen erteilt hatte, und vertiefte sich in ein freies,experimentierendes Spiel, - namentlich vor Eröffnung derSitzung, während man noch auf das Vollzählig-werden des Krei-ses wartete. Er hatte dabei eine mir unvergessliche Art,hereinzükomnen, flüchtig zu grüssen und, zuweilen ohne auchnur abgelegt zu haben, mit nachdenklich verzogener Mienegerade auf das Klavier zuzugehen, als sei dieses das eigent-liche Ziel seines Weges hierher gewesen, und stark anschla-gend, Übergangstöne mit hochgezogeaien Brauen hervorhebend,Klangverbindungen, Vorbereitungen und Auflösungen zu versuchen,die er unterwegs erwogen haben mochte. Es hatte aber diesesLosgehen auf das Klavier auch etwas nach Halt und UnterkunftVerlangendes, als ängstigten ihn der Kaum und die ihn belebten,und als suche er Zuflucht dort, bei sich selbst also eigent-lich, vor einer verwirrenden Fremde, in die er geraten.

Spielte er dann fort, einem fixen Gedanken nachhängend,ihn wandelnd und lose formend, so fragte wohl Einer von denen,die ihn umstanden, der kleine Probst, vom Kandidatentyp, blond,mit halblangem öligen Haar:

- Was ist das?

- Nichts, antwortete der Spielende mit kurzem Kopfschüt-teln, das mehr der Bewegung glich, mit der man eine Fliegeabwehrt.

- Wie kann es nichts sein, fragte jener zurück, - da du

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