von fides, teils von minus, von minderem Glauben kam,nichtmit den unflätigen Geistern, die diesen Raum bevölkerten,auf schlimm vertrautem Russe stehen, des Umgangs mit ihnen,der Hexerei, nicht ganz besonders verdächtig sein sollen?
Ein Beispiel dafür war jenes Eheweib, das es in vertrauens-voll schlummernder Gegenwart ihres Mannes mit einem Incubusgetrieben, und das Jahre lang. Allerdings gab es nicht nurInkubi, sondern auch Succubi, und tatsächlich hatte ein ver-worfener Jüngling des klassischen Zeitalters mit einem Idolgelebt, dessen teuflische Eifersucht er am Ende erfahrensollte. Denn nach einigen Jahren hatte er, aus Nützlich-keitsgründen mehr, denn aus wahrer Neigung, mit einem anstän-digen Weibe die Ehe geschlossen, war aber gehindert gewesen,sie zu erkennen, weil stets das Idol sich dazwischen gelegthatte. Darum hatte das Weib, in gerechter Verstimmung, ihnwieder verlassen, der sich denn Zeit seines Lebens auf dasunduldsame Idol beschränkt gesehen hatte.
Viel kennzeichnender aber, meinte Schleppfuss, für diepsychologische Sachlage war die Beschränkung gewesen, derein anderer Jüngling jener Epoche unterworfen war; denn ganzohne eigenes Verschulden, durch weibliche Hexerei hatte sieihn getroffen, und schlechthin tragisch war das Mittel gewe-sen, durch das er ihrer wieder ledig geworden war. Zur Er-innerung an die mit Adrian gemeinsam betriebenen Studienwill ich die Geschichte, bei der Privatdozent Schleppfusssehr geistvoll verweilte, in Kürze hier einschalten.
Zu Merssburg bei Konstanz lebte gegen Ende des 15ten Jah-hunderts ein ehrlicher Bursch, Heinz Klöpfgeissel geheissenund Passbinder seines Zeichens, von guter Gestalt und Gesund-heit. Er stand in inniger Wechselneigung mit einem Mädchen,Bärbel, der einzigen Tochter eines verwitweten Glöckners,und wollte sie ehelichen, doch stiess des Pärchens Wunscha uf väterlichen Widerstand, denn Klöpfgeissel war ein armer
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