für heute über ein Instrument, das ein solches im Sinne deranderen gar nicht sei, da ihm alles Spezialistische abgehe. Sskönne zwar, wie jene, solistisch behandelt und zum Mittel desVirtuosentums werden, aber das sei ein Sonderfall und, wennman es überaus genau nehme, ein Missbrauch. Das Klavier, sei,recht gesehen, der direkte und souveräne Repräsentant der Mu-sik selbst in ihrer Geistigkeit, und darum müsse man es er-lernen. Aber Klavierunterricht sollte nicht, oder nicht we-sentlich und nicht zuerst und zuletzt, Unterricht in einerspeziellen Fertigkeit sein, sondern Unterricht in der -
"Musik!" rief eine Stimme aus dem winzigen Publikum, dennder Redner konnte mit diesem letzten und vorher so oft ge-brauchten Wort durchaus nicht fertig werden, sondern bliebmummelnd an seinem Eröffnungslaute hängen.
"Allerdings!" sagte er befreit, trank einen Schluck Wasserund ging. -
Nun aber möge es man mir verzeihen, wenn ich ihn noch ein-mal auf treten lasse. Denn noch um eine vierte lesung ist esmir zu tun, die Wendell Kretzschmar uns bot, und eher, in derTat, hätte ich eine oder die andere der vorigen beiseite las-sen können, als diese, da, um auch hier von mir nicht zu reden,keine einen so tiefen Eindruck auf Adrian machte, wie ebendie.
Ich kann mich ihres Titels nicht mehr mit voller Genauig-keit entsinnen. Sie hiess "Das Elementare in der Musik" oder"Die Musik und das Elementare" oder "Die musikalischen Elemen-te" oder noch etwas anders. Auf jeden Pall spielte die Ideedes Elementaren, des Primitiven, des Uranfänglichen die ent-scheidende Rolle darin, sowie der Gedanke, dass "unter allenKünsten, gerade die Musik, zu einem wie hoch komplizierten, reichund fein entwickelten Wunderbau von historischer Creationsie im Lauf der Jahrhunderte emporgewachsen sei, niemals sicheiner frommen Neigung entschlagen habe, ihrer anfänglichsten
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