mente. Jedenfalls war er der Meinung, dass man es als aus-reichend betrachten müssä und sah es selbst als ausreichendan. Was ich sagen will ist: er verbarg sich dahinter, ver-barg sich vor der Musik. Lange, mit ahnungsvoller Beharrlich-keit, hat dieser Mensch sich vor seinem Schicksal verborgen.
Übrigens dachte noch lange niemand daran, Adrians jungePerson mit der Musik in irgendwelche Gedankenverbindung zubringen. Die Idee, er sei zum Gelehrten bestimmt, sass festin allen Köpfen und erfuhr fortwährende Bekräftigung durchseine glänzenden Leistungen als Gymnasiast, seinen Primusstand,der erst in den höheren Klassen, etwa von Ober-Secunda an,als er fünfzehn war, in leises Schwanken geriet, und zwarder Migräne wegen, die sich zu entwickeln begann -und ihn ander wenigen Vorbereitung hinderte, deren er bedurfte. Den-noch bewältigte er die Anforderungen der Schule mit Leichtig-keit - schon das Wort "bewältigen" ist nicht wohl gewählt,denn es kostete ihn nichts, ihnen Genüge zu tun, und wenn seineVorzüglichkeit als Schüler ihm nicht die zärtliche Liebe derLehrer eintrug - was sie nicht tat, ich habe es oft beobachtet,man merkte eher eine gewisse Gereiztheit, ja den Wunsch,ihmNiederlagen zu bereiten -, so lag das nicht sowohl daran, dassman ihn für dünkelhaft gehalten hätte - oder doch, man hieltihn dafür, aber nicht, weil man den Eindruck gehabt hätte,er bilde sich auf seine Leistungen allzu viel ein, - im Gegen-teil, er bildete sich nicht genug darauf ein, und eben darinbestand sein Hochmut, denn spürbar richtete sich dieser gegendas, womit er so unschwer fertig wurde, gegen den Lehrstoff al-so, die unterschiedliche Fachkunde, deren Überlieferung dieWürde und den Unterhalt der Lehrbeamten ausmachte, und die siedarum begreiflicherweise nicht mit überbegabter Lässigkeitabgetan zu sehen wünschten.
Für meine eigene Person stand ich viel herzlicher mitihnen - kein Wunder, da ich mich ihnen ja bald beruflich an-
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