ken Trompete, der man das helle Signal, das kecke Lied, dieschmelzende Kantilene mit Augen ansieht, über den Liebling derRomantik, das verwickelte Ventilhorn, die schlanke und mäch-tige Zugposaune und das Cornet 'a pistons bis zu der gründen-den Schwere der grossen Basstuba. Selbst museale Raritätendieses Gebietes, etwa ein Paar schön gewundener, gleich Stier-hörnern nach rechts und links gedrehter bronzener Luren, warenmeistens in Leverkühns Magazin zu finden. Aber mit Knaben-augen gesehen, wie ich es heute in der Erinnerung wieder sehe,war das Lustigste, Herrlichste darin die umfassende Ausstel-lung von Schlagwerkzeugen, - eben weil Dinge, deren Bekannt-schaft man früh unterm Weihnachtsbaum als Spielzeug und leich-tes Traumgut der Kindheit gemacht hatte, sich hier in würdig-gediegenster Ausführung, erwachsenen Zwecken dienend, dem Augedarboten. Die Wirbeltrommel, wie anders sah sie hier aus, alsdas schnell vernützte Ding aus buntem Holz, Pergament undBindfaden, das wir als Sechsjährige gerührt! Sie war nichtzum Umhängen gemacht. Das untere Pell mit Darmsaiten bespannt,war sie zum Orchestergebrauch in handlich schräger Stellungauf dreibeinigem Metallstativ festgeschraubt, und einladendstaken die hölzernen Stöcke, auch vornehmer als die unseren,in seitlichen Ringen. Da war das Glockenspiel, auf dessen kind-licher Form wir wohl "Kommt ein Vogel geflogen" uns zu schla-gen geübt hatten: hier reihten sich in elegantem Verschluss-Kasten, in doppelter Folge und frei zum Schwingen auf Schwer-leisten liegend, die peinlich abgestimmten Metallplatten, zuderen melodischem Anschlag zierlichste Stahlhämmerchen, ver-wahrt im gefütterten Deckel-Innern, bestimmt waren. Das Xylo-phon, das gemacht scheint, dem Ohre den Friedhofstanz vonGerippen in mitternächtlicher Freistunde einzubilden, hierwar es in vielstäbiger Chromatik. Der beschlagene Riesenzy-linder der grossen Trommel war da, deren Fell ein filzgepol-sterter Klöppel erdröhnen lässt, und die kupferne Kesselpauke,
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