meine eigene Viola d'amore, auf deren sieben Saiten ich michmein Leben lang ergangen habe, aus der Parochialstrasse stammt*Sie war ein Geschenk meiner Eltern zu meiner Konfirmation.
La lehnte, in mehreren Exemplaren, das Violone, die Riesen-geige, der schwer bewegliche Kontrabass, majestätischer Reci-tative fähig, dessen Pizzicato klangvoller ist als der gestimmtePaukenschlag, und dem man den verschleierten Zauber seiner Fla-geolett-Töne nicht Zutrauen sollte. Und ebenfalls wiederholtwar sein Gegenstück unter den Holz-Blasinstrumenten vorhanden,das Kontrafagott, sechzehnfüssig, wie jenes, das heisst: umacht Töne tiefer klingend, als seine Noten angeben, mächtigdie Bässe verstärkend, gebaut in den doppelten Limensionen sei-nes kleineren Bruders, des scherzosen Fagotts, das ich so nen-ne, weil es ein Bass-Instrument ist ohne rechte Bassgewalt,eigentümlich schwächlich von Klang, meckernd, karikaturistisch.Wie hübsch war es jedoch mit seinem gewundenen Anblaserohr,blitzend im Schmuck seiner Klappen- und Hebelmechanik! Wel-cher reizende Anblick überhaupt, dies Heer der Schalmeien imweither entwickelten Hochstande ihrer technischen Ausbildung,den Trieb des Virtuosen auffordernd in jeder ihrer Formen: alsbukolische Oboe, als Englisches Horn, das sich auf traurigeWeisen versteht, als klappenreiche Klarinette, welche im tie-fen Chalumeau-Register so geisterhaft düster lauten, höher hin-auf aber im Silberglanz blühenden Wohlklangs erstrahlen kann,als Bassethorn und Bassklarinette.
Sie alle, in Sammet ruhend, boten sich an in Oheim Lever-kühns Fundus, dazu die Querflöte in verschiedenen Systemenund verschiedener Ausführung, aus Buchsbaum-, Grenadil- oderEbenholz, mit elfenbeinernen Kopfstücken oder ganz aus Silbergebaut, nebst ihrer schrillen Verwandten, der Piccolo-Flöte,die im Orchester-Tutti durchdringend die Höhe zu halten undim Irrlichter-Reigen, im Feuerzauber zu tanzen weiss. Und nunerst der schimmernde Chor der Blechinstrumente von der schmuk-
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