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Bilse und ich
Entstehung
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daß im scheinbar Versöhnlichen gerade, demeigentlich Dichterischen, der subjektiven Ver-tiefung, der Benutzung eines Porträts zu höherenZwecken die menschliche Gefahr beschlossen liegt.Hätte ich den Schriftsteller gezeichnet, wie er inWirklichkeit ist, ohne Typisierung und Steige-rung, individuell, realistisch, objektiv, langweilig er wäre mir wohl gut geblieben. Da ichaber seine Maske mit Eigenem füllte, so wurdeer mein Feind.

Dies ist es. Und ich stelle es fest, weil ichvon dem Glauben nicht lassen mag, daß böseund stumme Dinge erlöst und gut gemachtwerden, indem man sie ausspricht. Die Identi-fikation ist es eben, welche die Leute skandali-siert. Mit jener erwähnten Folgsamkeit demgegebenen Detail gegenüber eignet ein Dichtersich Äußerlichkeiten an, welche der Welt einRecht geben, zu sagen: Das ist Der, ist Die.Hierauf beseelt und vertieft er die Maske mitAnderein, Eigenem, benutzt sie zur Darstellungeines Problems, das ihr vielleicht ganz fremdist, und Situationen, Handlungen ergeben sich,die dem Urbild wahrscheinlich völlig ferne liegen.