Herzen und nach bestem Glauben gesprochenhat.
Gr glaubt, daß die literarische Gattung, dieer „Bilse-Romane" nennt, in unseren schlimmenTagen entstanden, von ihm entdeckt und be-nannt worden sei. Der Bildungsgrad, den zuerwerben er Gelegenheit genommen hat, ge-stattet ihm nicht, zu wissen, daß stets neben dereigentlichen Literatur eine andere, bedenkliche,eine Bilse-Literatur, wenn man will, bestandenhat, und zu gewissen Zeiten zu besonderemFlor gelangt ist, deren Erzeugnisse, künstlerischwertlos, doch nicht ohne kulturgeschichtlichesInteresse, sich den Nimbus des Skandalösenoft noch bewahren, wenn alles sDersönlich-Aom-promittierende längst daran abgewelkt ist. Erweiß nicht, daß neben den Giftblüten, welchedie Alatsch- und Memoirenliteratur im ^8.Jahrhundert trieb, das Bilsenkraut als einrecht frommes Gewächslein wirkt. Er hältHerrn Bilse für den Vater alles Skandals undmich für seinen Bruder im Geist. 5o sieht ermich, Gott steh' ihm bei! Er zweifelt nicht,daß meine literarischen Bemühungen nur da-