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Der Erwählte : Roman
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Und wirklich war es nur so, dass Penkhart zu Rom die Be-kanntschaft einiger junger Leute gemacht hatte, die ebenfalls fi-gurierten und mit Farben malten. Mit denen hatte er Freundschaftgeschlossen, und sie hatten ihn auch zu ihrem Meister gefuehrt,bei dem sie zur Schule gingen im Farbenreiben und Pinseln; derhatte sich etwas von ihm vorfigurieren lassen, ihn gelobt undihm Ratschlaege erteilt, und darueber hatte Penkhart bei allerTreue sich in der Stadt versaeumt, obgleich er des Papstes Ge-waehrung, durch den Nomenculator erteilt, schon in der Taschehatte# Ungern nur trennte er sich von Rom, von jenen Kumpanenund ihrem Meister und war darum sehr froh, dass Sibylla,. als erihr endlich, unter Entschuldigungen seines Saeumens wegen, dieGewaehrung ueberbrachte, ihm sagte, er solle nur gleich wiedermitkommen, wenn sie nun mit Stultitia und Humilitas aufbraechezur Romfahrt, und ihnen als ihr Reisegehilfe seine Erfahrungenzugute kommen lassen. Das tat er denn auch mit vieler Umsicht,Geschick und Fuersorglichkeit und brachte Mutter und Toechtergluecklich und ohne dass ihr Fuss an einen Stein gestossen waere,durch die ihm schon vertrauten Strecken und Schrecken, ueberHochöeden und durch suesse Gefilde hinab in die Stadt der Staedteund vor den Nomenculaton; der wies sie an, im Frauenkloster Ser-gius und Bacchus, beim Lateranpalaste gleich nebenan, Obdach undHospitalitaet zu nehmen und nannte der Beichtbittstellerin Tagund Stunde, naemlich gleich morgen, wo der Papst ihr das Ohr nei-gen und ihr Einzelgehoer gewaehren wolle im innersten Arbeits-zimmer.

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