einmal kein Penkhart hin und ihn nicht malen kann, fuer welchensie aber leider alle untereinander, Bruder und Schwester, Sohnund Mutter, so viel wechselseitigen und ausschliesslichen Sinngehabt hatten.
Allein trug Frau Sibylla, die Buesserin, ihn nun wohl imAlter noch, in verhaermter Form, zur Schau; denn Wiligis war hin,Grigorss ihm gefolgt und mutmasslich auch dahin, obgleich man ihrnicht seinen Leichnam gebracht hatte. Aber war Wiligis, der Hol-de, zu Grunde gegangen und ins Grab gesunken aus Zartheit, so wargewiss Grigorss, ihr zweiter Gemahl, das Opfer seiner stolzenJung-Maennlichkeit geworden; denn bestimmt hatte das Kind e3 ueber-trieben mit der Busse und nicht auf sich acht gegeben, sondernden schoenen Leib, der eheliche Lust mit ihr geteilt, metzelnlassen im Heiligen Lande von krummen Saebeln. Ob seine Seele da-durch dem Hoellenrost entgangen war? Und Wiligis seine? Viferkonnte ihr darauf Antwort geben? Wer gar auf die Frage, wie esum ihre eigenen mit Todsuenden wie von eiternden Wunden bedeckteSeele stand, und ob sie, bei noch so vielem Trinken vom Wasserder Demut, die geringste Aussicht hatte, einst Gott zu schauen?Viel, wenn sie eben nicht Sieche badete, weinte sie und knietehart in angstvollem Gebet fuer sie alle drei und ihren schrecklichverschlungenen Bund.
Da hoerte sie nun, als sie sechs2ig Jahre alt war, dass zuRom ein sehr grosser Papst erstanden sei, des paepstlichen Na-mens Gregorius, der ein Troester der Suender und ein so guterArzt der Seelenwunden sei, wie keiner, der je die Schluessel ge-fuehrt, viel eher geneigt, zu loesen, als zu binden. Wie haettesie nicht von ihm hoeren sollen? Alle Welt hoerte von ihm, derganze orbis terrarum christianus, und mir ist immer, als habe
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