stoessigen Indulgenz, die er als Papst bewaehren sollte*
Das Weib war beseligt. Ich glaube, sie leitete aus seinerVerzeihung die Erlaubnis ab, ihn auch jetzt noch etwas fleisch-lich zu lieben. Ihn aber beschwerte nur eine Sorge, die ihndurch siebzehn Wetterjahre des Felsens nur im Schlafe verlassenhatte, und die er allem voranstellte, auch der V/eiterreise nachRom, mit welcher die Herren nicht saeumen wollten, und sogar derSchur seines Haares und Bartes, die vorzunehmen ihr Kammerknechtsich erbot. Das war der Kummer um seine Tafel, die er an demMorgen, als er dem Fischer nachgeeilt war, im Bettschilf des Bei-schlags vergessen hatte, worin er genaechtigt; und dringend fruger nach ihrem Verbleib. Wer haette ihn da wohl troesten koen-nen?
"Ach, heiliger Herr", sprach der Fischer, "meinem gemeinenWorten entsprechend habe ich euch untergebracht fuer jene Nacht.Der Schuppen, den ich in meiner Verblendung euch anwies, warein Geruempel. Zwoelf Wochen nur noch, seit Ihr mit mir fuhrt,hat er gestanden, da blies der V/ind ihn um, und er stuerzte zu-sammen. Dach und Waende hab ich verheizt, und wo das Haeuschenstand, - seht selbst, da ist 1 s wuest und leer, nur Nesseln undUnkraut bewuchern die Staette. Wie sollten wir nach so vielenJahren wohl da noch ein Splitterchen finden von dem Ding, dasIhr einst dort vergasset? 0 weh, was huelfe es uns, danach zusuchen? Es ist schon laengst verfault und vom Grunde verzehrt,lasst jede gegenteilige Hoffnung fahren2"
"Gedenke,Mann", antwortete ihm Liberius mit Strenge, "dassdu ganz aehnlich gesprochen hast, als wir dich anhielten, unszum Steine zu fahreni Nichts und niemanden mehr, so meintestdu klaeglich, duerften wir hoffen, dort vorzufinden. Und wie
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