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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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fuehrte Kleidung3stueck, ein mit kurzem Schulterkragen versehenesGewand aus weissem Wollstoff nebst geistlichem Kaeppchen. So warer angetan, als sie das Ufer, den Steg erreichten, und so bestieger den weiss gezaeumten Maulschimmel, der dort zusammen mit denTieren der Herren unter Aufsicht des roemischen Knechtes gewar-tet hatte» So auch ritt er mit denen, die ihn eingeholt, ueberden Werder zu des Fischers Huette, wo dessen welkendes Weib zumEmpfange auf ihren Knieen lag, und, als er abgestiegen, seineFuesse mit ihren Traenen netzte»

"Ihr wart gut zu mir, Frau", sagte er, zu ihr geneigt, "alsich das vorige Mal diese Huette besuchte. Ich habe nicht ver-gessen, wie ihr mich aus dem Regen zurueckholtet und mich mor-gens wecktet, damit ich die Fahrt nicht versaeumte zu meinerStaette."

"Ach, heiliger Herr", schluchzte sie, "ich verdiene nichteuer lobendes Gedenken, denn Gott kennt meine Suende* Als icheuch in Schutz nahm an jenem Tage gegen die Unrede des Fischers,da gab er mir Schuld, ich sei fleischlich verliebt in euch aufbuhlerische Y/eise, und ich leugnete den Inzicht, gleissnerisch,wie ich heute bekenne. Denn mein Auge hatte es wirklich miteueren Gliedern zu tun im Bettlersack und mit euerem edlen Ange-sicht, und Buhlschaft lag dem zugrunde, was ich euch Gutes er-wies, ich Verworfene!"

"Das ist eine Kleinigkeit", antwortete Gregorius, "und nichtder Rede wert* Selten hat der ganz unrecht, der das Suendigenachweist im Guten, Gott aber sieht gnaedig die Guttat an, habesie auch in der Fleischlichkeit ihre Wurzel. Absolvo te."

Dies seine YJorte. Es war das erste Beispiel der ausserordentli-chen, den Menschen so troestlichen und nur den Rigoristen an-

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