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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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Den Glaubensschein um das Haupt seines Weibes betrachtete erals ihre persoenliche Angelegenheit, ganz als das Erzeugnis ihrerSchwaermerei, das nichts bewies gegen seine Ueberzeugung, dassman auf dem Stein vom Bettler ueberhaupt nichts mehr oder dochReste nur finden werde, vor denen ihm graute. Schreckhaft be-schaemt und bestraft durch den Fund des Schluessels, fuerchteteer sich davor, die Staette seiner boshaften Untat wieder anzufah-ren, fuerchtete sich auch vor der Enttaeuschung der Herren, diesie nach grossen Muehen erwartetej denn die vornehm Bejahrten aufden Fels zu hissen wuerde kein Kleines sein, und dann wuerden sienach so weiten Reisen an einem Ziele stehen, das ihnen unmoeglichnoch etwas zu bieten haben konnte.

Auf meine Art teile ich die Sorge des rauhen Mannes.

Denn ich weiss ja, und mit mir wisst ihr es, denen ich alles er-zaehlte, welcher Pruefung die Beiden, denen Offenbarung und Auf-trag zuteil geworden, entgegengingen l Vorhersichtig als Herr derGeschichte, koennte ich mich zwar getroesten, dass gleichsam diePruefung nur ein Scherz war und alles gut ausging. Und doch er-warte ich mit Bedrueckung die grosse Verlegenheit und Verwirrung,die der Zuversicht vorerst einmal am Ziele bereitet war.

/ Das fromme Weib hatte den Boten die breite Matratze des Ehe-bettes in die Kuechenstube gelegt, und darauf taten sie stunden-weise einen ungeduldigen Schlummer, zu zweit, oder es lag auchwohl nur Einer darauf, waehrend der Andere auf einem Stuhlenickte. Kaum aber graute der Tag, so waren sie rege, fordertenWasser vom Fischer zu ihrer Erfrischung, nahmen einige Loeffelvon einer Mehlsuppe, die das Weib ihnen brachte, und wollten da-nach die Fahrt nicht anstehen lassen. Auf ihren Maeulern rittensie die kurze Strecke zum Steg, gefuehrt von dem fischenden Manne,

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