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Der Erwählte : Roman
Entstehung
Seite
205
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"Ich sah genau das Versteck, aus dem er das Ding nahm, wovon ersein Elend ablas, und wovor er sich so kasteite. In der Wandwars oberhalb seiner» Da verbirgt ers wieder nach geschehenerBusse. Genau merkt ich mir die Stelle. Wollt Ihr, so fuehrich Euch hin, wenn er fort ist, zu Gericht geritten oder aufPirsch, und zeige Euch Schub und Loch, dass Ihr seht, statt zufragen, und wisst, ohne sein Wissbn."

Sibylla sann.

"Jeschute, du Magd", sagte sie dahri. "Mir graut vor demDing in der Wand, - es ist unsaeglich, wie mir davor graut!

Und doch sprichst du recht: Wenn ich sein Leid mit^ihm teilenwill ohne sein YJissen, um ihm vielleicht zum Engel zu werden, somuss ich sehen, wovor er trauert, und worauf, wie es scheint,seine Trauer geschrieben steht. Er hat eine Beize angesagt imfeuchten Walde mit Falkenieren, von heut auf den fuenften Tag.Sind sie fortgeritten und bleiben wohl laenger-aus in der Her-berge, so magst du mich fuehren und mir die Hoehle weisen.

Meinst du wohl, mich verzehrt Ungeduld? Sie verzehrt mich» Unddoch, was ist des Menschen Herz? Ich danke Gott, dass es nochfuenf Tage sind, bis sie reiten."

Der Abschied

Die Tage und Naechte aber gingen dahin, und der Morgen kam,da der ritterliche Rudel jagdfroh von der Burg ritt mit Fal-kenieren, -um beim Weiher im Walde und im sumpfigen Grund ringsumher eine Beize zu halten auf Reiher und Rallen, Wallnister,Wachteln und Trappen, - Herzog Grigorss voran, einen sehr guten,von Sibylla selbst abgerichteten Mausersperber in der Haube aufseiner Faust. Verwundert war er gewesen, dass sein Weib beim

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