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mir’3 tat, als sie mir den Antrag gemacht, darob mir das Herzelacht, denn wie so gern erhoeb ich den Knaben zu meinem Herrn!Zum Herrn der Herrin, wie ihm das stuende! Doch weh! Zwischenihm und mir, da ist die Suende, der ich mich beflissen mit ihm,den mir Gott entrissen# Da wollt ich Gott kein Weib mehr sein,ueberhaupt nicht mehr, das will mich nun gereun so ganz tiefinne durch willen der Minne, die ich dem Knaben trag. DochSancta Maria, sag: Ist mir’s denn beschieden, noch einmal hie-nieden selig zu sein, der Weibheit mich zu freun, dass ich denReinen binde an meine grosse Suende?
"Des ist mein Herz von Zweifel voll und zage, ob ich’s duer-fen soll. Nun ledige du meinen Geist, den du in Aengsten weisst,und hilf mir zu Gottes Hulden ohn’ Achtung meiner Schulden! Dubist des Obersten Kind, wie alle Wesen sind, und bist doch seineMutter, darum so tut er jedes, was du ihm sagst und ihn bedeutenmagst. Ein Teil du mir’s schuldig bist, sag ich mit Prauenlist,dass du mir hilfst bei Gott, weil um der Suender Not Er in dei-nen reinen Bauch kam und dich zur Mutter nahm. Haette nie nie-mand Suend begangen, so waer das unergangen, was Gott mit dirgetan, haettest nicht ewiges Lob empfahn.
"Frau, vergieb, dass ich scherze in all meinem Schmerze!
Denn auch um den Knaben ist mir weh, da ich ihn so jung erseh,und bin doch selbst schon bei Jahren, ein Weib, viel lieb- undleiderfahren, wenn auch gottlob noch recht wohl instand, dazuHerrin ueber das ganze Land. Schmeicheln mag ihm wohl meineGnad, weiss er doch nicht wie ich gesuendigt hab. Aber ob ermich auch mag minnen mit Herz und Sinnen? Warum ist mir fuerseine Sinne bang? Kenn ich doch wohl den Hang von jung-jungemMannesblut zu unherber Frauen Leibesgut. Wollt' es ihn herzlich
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