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und Zuwort aber scheint es mir zu klaffen wie Widerspruch. Wohernimmt des Kristen Demut und Niedrigkeit Mut, Edelmut und Uebermutdes Ritters?”
"Herrin, aller Mut und jedes kuehne Unternehmen, dem wir unsweihen, und bei dem wir unser Alles uns Aeusserstes einsetzen,entspringt nur dem Wissen von unsrer Schuld, dem heissen Verlan-gen entspringt es nach Rechtfertigung unsres Lebens und danach,vor Gott ein Weniges abzugleichen von unsrer Suendenschuld."
"So kaempftet Ihr um Gottes und Euerer Rechtfertigung willen?"
"Ich kaempfte, Frau, fuer Euch und Eure Ehre# Zu Unrechttrennt Ihr das eine vom andern."
"Ihr kaempftet wunderlich. Wollt Ihr mir wahr sein und ge-stehen, ob es des Herzogs Kunst war, die Euch das Schwert ausder Hand schlug?"
"Nicht ganz. Ich bin Euch wahr. Es musste geschehen, mitHilfe seiner Kunst, damit ich zu tun vermoechte, was ich mirvorgesetzt."
"Ihr wolltet wohl zeigen im Uebermut, wie man das Schach-zabel gewinnt, nachdem man die Koenigin geopfert?"
"Nein, Herrin, sondern ich hatte vorbedacht, der Gefangenewerde Euch mehr wert sein, als der Tote."
"So jung und schon so staatsklugl Ihr hasstet ihn wohlgar nicht ?"
"Von ganzer Seele hasste ich ihn. Aber nicht meinem Hassewollte ich froehnen. Ich weiss nicht, ob ich den Raeuber haettetoeten koennen. Mag sein in einem Augenblick, so ausnehmend ge-sammelt, wie der, in dem ich Schwert und Zaum ergriff. Doch warich nicht fuer meinen Hass in diesen Kampf gezogen, sondern fuerEuch."
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