zu beraten.
"Vater", versetzte er, "ich danke euch. Ich danke euch im-mer mehr und aus immer tieferem Herzen, wie bereits fuer allesFruehere, so nun noch dazu fuer euer Anerbieten, mir eine Geld-heirat einzufaedeln. In Dankbarkeit aber muss ich es von mirweisen. Kein Juengling von Ehre heiratet, bevor er wei3s, werer ist, denn er muesste in Schande vergehen, wenn seine Kinderihn nach ihren Ahnen fragten. Mich ehelich hier in Wohlstandzu verliegen, das ist mir nicht aufgegeben, sondern In muehsamerFahrt das Glueck zu versuchen, ob es mir nicht enthuellen will,wer ich bin. Befehlend winkt mir das Glueck, das sich noch nieversagte, dem, der es rechtens jagte. Herr, eueren Segen, seidso gut! Geendet sei hier der Disput."
Da seufzte der gute Abt tief auf und sagte:
"Wohlan, so ist die Stunde denn da. Ich haette sie gern nochetwas verschoben, aber dein Starrsinn* den ich ehre und beklage,zwingt sie herbei* Wie es um deine Dinge bestellt ist, meinKind, du sollst es erfahren. Lesen sollst du zur Stunde, um wes-willen ich dich zum Klosterschueler machte, damit du’s einstenslesen koenntest. Ja, wisse nur: Grammatica, Leges und selbst Di-vinitas, das Ist all blosses Nebenwerk und Beierzeugnis davon,dass du nur ueberhaupt solltest lesen lernen, nach der Weisungund zu deiner Erkenntnis."
Damit ging er zu seinem Pult, schloss es auf und langtetief hinein nach einer hinteren Lade, die schloss er auch aufmit geheimem Schluessel und zog ein Ding hervor, schmuck undvon rarem Wert, aus Helfenbein, gefasst in Gold und Funkelsplit-ter, und dicht beschrieben.
"Dies ist dein", sprach Abt Gregorius, "dein Eigentum, ob-
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