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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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nicht! Du bist an die Geistlichkeit gewoehnt; entziehe dichnicht ihrem sanften, mit so vielen Annehmlichkeiten verquicktenBann! Du bist der Buecher hervorragend kundig, dein Weg ist dirvorgezeichnet. Ich bin an Jahren ein Greis, schon siebenund-sechzig, dear me, wie lange kann ich noch leben? Ich sage nicht,dass, wenn ich morgen die Augen schliesse, dir sogleich an meineStelle zu treten bestimmt ist. Ein Abt muss ein Alter haben,obgleich die Wenigsten das Alter klueger macht. Aber eines Tages,das ist dir gewiss, und ich habe es niedergelegt in meinem Ver-maechtnis, wirst du Abt sein von Agonia Dei, Herr ueber Alt undJung und Glaubenswaechter auf diesem Eiland. Das willst du fah-ren lassen um des Geklaeffs einer Naerrin willen? Einmal durfteund sollte sie klaeffen; Gott wollte es, damit dir Wahlfreiheitgegeben sei. Aber glauben wirst du mir wohl, dass ich der Mannbin, zu verhueten, dass je noch einmal aus ihrem Munde derglei-chen Geschwaetz faehrt.

Ihm antwortete Grigorss:

"Ich habe die Wahrheit vernommen hinter der Tuer der Huette.Jedes euerer V/orte bestaetigt es mir, am meisten, dass Ihr, Herr,die Frau eine klaeffende Naerrin nennt, denn waere sie meineMutter, ihr wuerdet anders nach eueren Worten sehen. TJebrigensist sie immerhin meine Amme, und ihr selbst habt sie einstmalsdazu erkoren. Haettet ihr Flanns, meines ehemaligen Bruders,

Nase gesehen, die freilich in ehrlichem Kampfe so zugerichtetward, so wuerdet ihr wohl verstehen, dass eine Mutter nicht ansich haeit bei solchem Anblick. Ich zuerne ihr nicht und wehreboese Worte von ihr ab, da sie das Mittel war, mich zu erleuch-ten. Euch freilich bin ich zu ewigem Dank verbunden. Ihr habtin mir Armen Gott auf eine Weise geehrt und so euer Heil ver-

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