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Der Erwählte : Roman
Entstehung
Seite
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Tag verstreichen, ohne dass er heruebergekommen waere zu WiglafsHuette, um sich des Wohlbefindens seines geistlichen Soehnchenszu versichern. Es hatten aber alle Kinder der Fischersleute,und diese beiden selbst, es besser, als bisher, denn die zweiMark, die Wiglaf vom Abt empfangen, halfen ihm weit ueber dengeringen Aufwand fuer den Unterhalt seines Siebenten, und hattebittere Armut ihn bis dahin in ihren Krallen gehalten, so war erdes Griffes nun ledig und vermochte, seine Menage nach und nachauf einen behaebigeren Fuss zu bringen. Im Salzigen, da hattenso lange seine Aecker gelegen, in harter Muehsal hatte er die bestellt imd mit der Fischjagd knapp dem Hunger der Seinen gewehrtdas ward nun anders. Er kaufte vier Kuehe und zwei Schweine, dazu Weiderecht fuer die Rinder auf einem Anger, zimmerte seinerHuette Stall und Koben und eine Stube an und sass dort mit denSeinen bei Milchsuppe, Wurst und Wirsingkraut, Denn etwas Gar-tenland und Ruebenacker erwarb er auch von der Gemeinde, zog,indem er den Boden mit Stallmist duengte, Moehren, Kohl undAckerbohnen, teils zur eigenen Zehrung, teils fuer den Markt,und betrieb die bittere Fischerei bald nur noch nebensaechlich- alles durch den Segen des Kindes.

Als sein Weib Mahaute ihn zuerst am Stalle zimmern sah, warfsie die Arme empor und wunderte sich des Todes, was er in seinerArmut da treibe und wozu. Aber er sagte es nicht. Als dannzwei Kuehe kamen, etwas spaeter noch zwei, danach der Koben unddie Schweine, sodann die Stube, ferner das Ruebenland, da wun-derte sie sich bei jeder Neuerung entsetzlich und ueberlaut;

"Mann, bist du unklug? Mann, um des Himmels willen, was ist dirin die Krone gefahren, und wo soll es noch hinaus mit uns ausunserm Armutsstande? Helf Gott, Mann, woher nimmst du das G«ld-