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Der Erwählte : Roman
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"Hoert den Koetner!" riefen sie. "Die Zunge, die der imKopf hat und seine eloquentiaml"

Aber der Abt verwies ihnen, selbst etwas laechelnd, denSpott und nahm mit Zartheit und Bewunderung das Knaeblein inseine Arme.

"Hat man je", sprach er, "auf dieser Insel Sankt Dunstan einso wohlgetanes, zur Liebe reizendes Kind gesehen? Bemerkt dieseAugen, mit Blaeue in der Schwaerze, und dieses feine OberlippchenlDazu die Haendchen in ihrer sonderlichen Zierlichkeit! Und wennich mit meines Fingers Ruecken dieses Waenglein beruehre, sofuehlt sichs wie Schaum und Duft, - es ist fast keine Substantia,oder eine vom Himmel. Mir tut es weh, zu hoeren, dass es eineArt von Waise ist, durch das Siechtum seiner fernen Mutter, undich kann die Eheleute Wiglaf und Mahaute nur loben dafuer, dasssie sich seiner unterwinden wollen und es halten wie ihr eigenes.Besonders aber bekuemmert es mich, creditemiki, dass dieses soliebliche Kind noch nicht in den Kristenstand aufgenommen ist.

Es ist hoechste Zeit dazu. Wir wollen uns sogleich allesamt mitihm zum Taufstein in die Kirche begeben, da will ich es kristenmit eigener Hand und will auf Wunsch sein geistlicher Vater sein,indem ich es auf meinen Hamen Gregorjus taufe."

So geschah es, mein Freund tat, was er sagte, und dasKnaeblein hiess nun mit seinem feierlichen Namen: Gregorius,wurde aber gewoehnlich und fuer den Alltag Grigorss genannt»

Mit diesem Namen gedieh es unter den Koetners Kindern und hattees recht gut unter Mahautes Haenden, auch als sie aus dem Zustandueppiger Milde schon laengst zurueckgefallen war in Duerre undZaenkischkelt. Denn Abt Gregorius hatte ein genaues Auge darauf,wie sie ihre Mutterpflichten erfuellte, und Hess fast keinen

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